Hochwasser sorgt für Chaos

Nach dem Hochwasser

 

Die gewaltigen Regenmengen haben zu einer Hochwassersituation geführt, die so nicht zu erwarten war. Heimisches Bogensporttraining ist bis auf weiteres nur an Donnerstagabenden ab 20.00 Uhr in der Öhringer Au-Sporthalle möglich.

 

Der Schaden ist enorm. Alle zwanzig Scheiben und Ständer auf unserer Bogensportanlage wurden vom Hochwasser fortgerissen. Lediglich ein paar alte Reservescheiben die am Container gelagert waren sind noch da, aber auch deren Einsatz ist fraglich da sie komplett im Wasser standen. Der Container selbst stand innen ca. 10 cm unter Wasser, obwohl er sehr hoch steht. Auf der Bogensportanlage türmt sich Schwemmgut, Tischplatte und eine Bank sind weg. Unser Anhänger hängt einen Kilometer stromabwärts an einen Baum verzurrt, damit er nicht vollends abtreibt und wartet auf seine Bergung. Auch die Turnhalle und alle weiteren Sportanlagen in Ohrnberg sind vom Hochwasser betroffen, Ortskern und Friedhof waren vom Wasser und Schlamm überflutet.

 

Am Dienstag nach der Sintflut haben wir uns mit einigen Leuten auf der Anlage getroffen, Schadensaufnahme gemacht und die ersten Arbeiten aufgenommen. Einige Ständer konnten flußabwärts gefunden und gerettet werden, von anderen waren nur noch Teile übrig. Scheiben wurden noch weniger gefunden und sind so verschlammt und schwer, dass deren Rücktransport zum Platz noch auf sich warten lassen muss. Der Container ist wieder „in Schuss“, kaum zu glauben was ein paar eifrige Hände aus dem Dreck ins Reine gezaubert haben.

 

Mittlerweile sind die Pegel gesunken aber noch immer nicht normal, fast alles Wasser auf der Parkplatzsenke ist versickert und die öffentliche Straße wurde gereinigt, nur hier und da zappeln noch einige Fische in den letzten Pfützen. Platz und Parkplatz sehen noch schlimm aus, hier hat sich sehr viel Unrat und Schlamm angesammelt. Uns wurde heute ein Container auf den Parkplatz gestellt, die Aufräumarbeiten können beginnen. Jeder so wie er möchte, gern jeden Tag, die ersten von uns werden bereits am Freitag vor Ort sein und dann wieder am Samstag, brauchbares Wetter vorausgesetzt. Wir werden keine festen Zeiten vorgeben, vielmehr werden sich in unserer Haupt-Whatsapp-Gruppe Verabredungen ergeben, manches kann man einfach besser bewältigen wenn mehrere Leute da sind.

 

Das angeschwemmte Holz (riesige Biberburgen) muss zerkleinert werden, wir brauchen sicher auch Werkzeug und Maschinen dazu. Es wird bei weitem nicht alles in den bereitgestellten Container passen, der hauptsächlich für Unrat gedacht ist, auch das, was sich unter unserem Lagercontainer so angesammelt hat. Vielleicht lässt sich auch ein Teil als Brennholz weiterverwenden, auch wenn es jetzt noch nicht den Anschein macht.

 

Es ging ein Hilfeschreiben an Kreis, Bezirk und den WSV heraus und was bis jetzt an Hilfsbereitschaft kam, ist einfach toll. Westernach und Kirchensall haben angeboten, dass wir auf deren Anlagen mittrainieren können, bis unsere Anlage wieder fit ist. Von Kirchensaller Seite wurde aktiv ein Kontakt mit dem WLSB hergestellt, dort sind wir nun im Gespräch über die weitere Abwicklung. Wir sind gefordert, alles an Infos zu sammeln was nur möglich ist. Insbesondere aber müssen wir alle Arbeitsstunden sammeln, die zur Wiederherstellung unserer Sportanlage anfallen. Hier bitten wir Euch deshalb, Eure geleisteten Stunden zu notieren und Achim mitzuteilen, der dies dann zentral sammelt.

 

Bis die ersten neuen Scheiben den Weg zu uns gefunden haben, werden mindestens zwei Wochen vergehen, bis dahin sind wir gefordert, Platz und Ständer dafür vorzubereiten.

 

Zu guter Letzt: Ein ganz dickes Dankeschön an unsere befreundeten Vereine sowie an alle, die schon jetzt aktiv geholfen haben und allen, die noch dazustoßen, es sollte sich hier jeder angesprochen fühlen, der unsere Anlage bald wieder nutzen möchte.